Die Etablierung eines risikoadaptierten Prostatakrebs-Screenings auf Grundlage des PSA-Tests fordert die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) von der künftigen Bundesregierung.
„Die risikoadaptierte Prostatakarzinom-Früherkennung sieht eine PSA-Bestimmung bei Männern im Alter von 45 bis 65 Jahren vor. Anschließend erfolgt eine individuelle Risikostratifizierung auf Basis des PSA-Werts, wobei die Diagnostik schrittweise erweitert wird – von der MRT der Prostata bis hin zur Biopsie“, heißt es in einer DGU-Erklärung.
Aktualisierte S3-Leitlinie Prostatakarzinom
Seit 2022 fordert die Europäische Kommission die Entwicklung organisierter, risikoadaptierter Screeningstrategien, die den PSA-Test mit einer MRT kombinieren. Das Positionspapier „Risikoadaptierte Prostatakarzinom-Früherkennung 2.0“ legte die DGU im vergangenen Jahr vor. Die Empfehlungen halten auch Einzug in die Version 8.0 der S3-Leitlinie Prostatakarzinom, die voraussichtlich im Mai erscheint. Wie die DGU vorab mitteilt, soll die Tastuntersuchung der Prostata nicht mehr durchgeführt werden.